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Grappling

Ringen, Werfen, Halten — die Bodenkampfkünste der Welt.

16 Artikel

Die BJJ-Schwarzgurte Gabriel Vella und Romulo Barral im Bodenkampf, Weltmeisterschaft 2009

Brasilien ·1925 (erste Gracie-Akademie), Entwicklung bis 1950er

Brazilian Jiu-Jitsu — Die Kunst des Bodenkampfes

Brazilian Jiu-Jitsu ist die Kampfkunst des Bodenkampfes — von Mitsuyo Maeda nach Brasilien gebracht, von der Gracie-Familie perfektioniert, durch Royce Gracie beim ersten UFC unsterblich gemacht.

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Lehrtafel eines umgekehrten Rumpfgriffs aus Martin „Farmer“ Burns’ Ringer-Lehrbuch

England (Lancashire) ·Früh-19. Jahrhundert; Kodifizierung ~1870er

Catch Wrestling — Britisches Ringen mit Submissions

Catch Wrestling ist das brutale britische Ringen des 19. Jahrhunderts — mit Submissions, Beinhebeln, Halsgriffen und dem legendären Snake Pit in Wigan als Zentrum der Welt.

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Philippinen (Visayas, Mindanao) ·Präkolonial; seit der philippinischen Urzeit praktiziert

Dumog — Philippinisches Bodengrappling

Dumog ist das traditionelle philippinische Grappling — entstanden als Karabao-Bändigungskunst, enge Schwester von Escrima, fokussiert auf Kontrollpunkte und Gleichgewichtsstörung.

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Freistil-Ringkampf: Der Angreifer hat den Oberkörper tief abgesenkt und beide Arme um das Bein des Gegners geschlossen

England (Lancashire) und USA ·frühes 19. Jahrhundert; olympisch seit 1904

Freistilringen — ein Regelunterschied, ein anderer Sport

Freistil und Griechisch-Römisch trennt eine einzige Regel — der Zugriff unterhalb der Hüfte. Aus ihr folgt die gesamte Technik beider Stile.

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Glima — isländische Ringkampf-Meisterschaft 1985, Griff am Gürtelzeug

Island / Skandinavien ·Wikingerzeit (ca. 9. Jh.); erste schriftliche Erwähnung: 1325 (Jónsbók)

Glima — Wikinger-Ringen aus Island

Glima ist das traditionelle skandinavische Ringen der Wikinger — Islands Nationalsport seit dem 9. Jahrhundert, mit drei Varianten von elegant-technisch bis zu rauem Freikampf.

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Griechisch-römischer Ringkampf: Ein Athlet hebt seinen Gegner von der Matte

Frankreich (19. Jh.); antike Inspiration: Griechenland und Rom ·Mitte 19. Jahrhundert, 1848 (Frankreich); Olympia seit 1896

Griechisch-Römisches Ringen — Olympias ältester Kampfsport

1896 in Athen der einzige olympische Ringerstil, seit 1908 ununterbrochen im Programm — mit ausschließlichen Oberkörper-Griffen und spektakulären Würfen.

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Zwei Ringer in den knielangen gemusterten Tunbān-Hosen im Griff, Asienmeisterschaft der Zurkhāneh-Sportarten 2025

Iran (Persien) ·Ritualform der Neuzeit; Altersangaben zur Antike sind Erzählung, nicht Befund

Koshti Pahlevani — das Wort reiste weiter als der Griff

Von Iran nach Indien und in die Türkei wanderte nicht ein Griff, sondern ein Wort und eine Figur: der Pahlavan.

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Kampf der Lutte sénégalaise zwischen Mame Balla und Pape Mor Lô, Paris-Bercy 2013

Senegal ·Vorkolonial als Erntekampf; Schlagvariante ab 1924; Verband 1994

Laamb — der Nationalsport, den ein Kinobesitzer erfunden hat

Die Schlagvariante des senegalesischen Ringens geht auf einen französischen Kinobesitzer zurück. Nationalsport ist sie trotzdem geworden.

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Zwei Luta-Livre-Kämpfer im Bodenkampf

Brasilien ·1928 (Hatem beginnt zu trainieren); formalisiert in den 1950ern; Blüte 1950er–1990er

Luta Livre — Brasiliens vergessenes Grappling

Luta Livre ist Brasiliens No-Gi-Grappling-Kunst — die Kampfsport-Alternative des Volkes zum BJJ der Eliten, Erbe des Catch-Wrestlings, legendäre Rivalität mit der Gracie-Familie.

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Ringende Kämpfer, indische Terrakotta-Skulptur aus dem 5. Jahrhundert

Indien ·Vedische Zeit (ca. 1500–500 v. Chr.); erste Erwähnung im Rigveda (ca. 1500–1200 v. Chr.)

Malla-Yuddha — Das vedische Krieger-Ringen

Indiens ältestes belegtes Ringen: im Rigveda erwähnt, in Ramayana und Mahabharata ausgemalt — und Vorfahr des Pehlwani.

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Naban — burmesischer Ringkampf, Kämpfer im Griff am Boden

Myanmar (historisch: Birma) ·Pagan-Reich (11. Jh.); Blüte: Königreich Myanmar (16.–19. Jh.)

Naban — Birmanisches Grappling

Naban ist das traditionelle birmanische Grappling — Wurfringen mit Gelenkhebeln, Würgern und Druckpunkttechniken, direkter Nachkomme des indischen Malla-Yuddha im Pagan-Reich.

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Zwei Pehlwani-Ringer aus Davangere, Indien, im Lehmring

Indien (historisch: Mogulreich) ·Vedische Vorläufer (ca. 1500–500 v. Chr.); Pehlwani-Form: Mogulreich (16.–17. Jh.)

Pehlwani — Indiens heiliges Ringen

Pehlwani ist das traditionelle indische Ringen — in Erdgruben (Akharas) praktiziert, unter dem Mogulreich mit persischem Einfluss verfeinert, bis heute Lebensphilosophie und Sport zugleich.

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Ringkampfszenen an der Ostwand des Grabes von Baqt in Beni Hasan, um 2000 v. Chr.

weltweit belegt; moderne Wettkampfform Europa und USA ·Antike (olympisch ab 708 v. Chr.); moderne Regeln ab 1904/1921

Ringen — Die älteste Zweikampfform

Ringen ist die am breitesten belegte Kampfform der Menschheit — heute olympisch in Freistil und Griechisch-Römisch und die wirksamste Grundlage für MMA.

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Sambo-Athlet in der blauen Kurtka mit Gürtel, Studioaufnahme

Sowjetunion / Russland ·1920er–1938 (offizielle Anerkennung)

Sambo — Sowjetische Kampfkunst zwischen Judo und Ringen

Sambo ist Russlands Kampfsport-Synthese — aus Judo, Ringen und sowjetischen Volkskampfstilen destilliert, von der Roten Armee entwickelt, heute auf dem Weg zur Olympia-Disziplin.

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Schwinger im Sägemehlring am Rigi-Schwinget 2025

Schweiz ·Mittelalterliche Volkskunst; Unspunnen-Fest 1805 als Geburtsstunde der organisierten Form

Schwingen — Das traditionelle Schweizer Ringen

Schwingen ist das traditionelle Schweizer Ringen — Sennensport aus den Alpen, seit 1805 formalisiert, mit Sägemehl-Ring und Jutehosen, heute Schweizer Nationalsport mit 90.000 Zuschauern.

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Japan ·1970er (Karl Gotchs Japan-Einfluss); 1984 (UWF-Gründung); Shooto 1985

Shoot Wrestling — Japans reales Submission-Ringen

Shoot Wrestling ist Japans Antwort auf gefälschtes Pro-Wrestling — von Karl Gotch nach Japan gebracht, im UWF zur Perfektion entwickelt, Vorfahr von Shooto, Pancrase und modernem MMA.

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